Tipps und Informationen
über Nord-Chile, Bolivien, Perú und Venezuela


Denkst Du selbst über eine Reise nach Bolivien, Chile, Perú oder Venezuela nach?
Dann stellen sich Dir sicherlich eine ganze Menge Fragen, auf viele davon gibt es in den gängigen Reiseführern leider keine Antworten. Diese Zeilen hier sollen eine Ergänzung zu bereits vorhandenen Reiseführern und Informationsquellen im Internet darstellen. Auf Dinge, wie "die beste Reisezeit", die sich ständig ändernden Einreisebestimmungen und ähnliches werde ich von daher gar nicht oder, nur beiläufig, eingehen.
Vor einer Reise in eines der genannten Länder empfehle ich folgende Informationsquellen:

  • Die letzte Ausgabe des entsprechenden "Reise Know-How" oder "Lonely Planet".
  • Für Informationen über Einreisebestimmungen und mehr "offizielles" die Webseite des Auswärtigen Amtes Allerdings steht es um die Sicherheitslage selten wirklich so schlimm, wie dort angegeben. Die besten Informationen stammen immer noch von Leuten, die gerade dort waren.
  • Indymendia kann man als Ersatz für die wirklich spärliche Berichtserstattung sehen, die unsere Medien über das "unwichtige" Südamerika bieten.


  • Fliegen, Busfahrten, Fahrradtransport

    Ich hatte einen recht komplizierten Flug, wodurch meine Reise allerdings auch um einiges interessanter geworden ist. Wenn man im Reisebüro hartnäckig nachfragt, kann man sogar einen so genannten Doppelgabelflug bekommen. Meine Flüge kosteten 1260 Euro (Hin -und Rückflug) verliefen folgendermaßen:

    Hinflug:
    Frankfurt - Santiago de Chile
    Santiago de Chile - Antofagasta (Nord-Chile)

    Rückflug:
    Lima (Perú) - Caracas (zwei Wochen Aufenthalt)
    Caracas - Frankfurt
    Frankfurt - Hamburg

    Wer mehr über den Fahrradtransport bei den verschiedenen Airlines wissen will, wirft am besten einen Blick auf die Seite von Jan Cramer.

    Inlandsflüge:
    Rurrenabaque - La Paz (Bolivien)
    Mérida - Caracas

    Inlandsflüge sind in Südamerika eine gute Alternative zu Bus und Bahn. Bahnen sind in der Regel nicht verfügbar und Busse haben, besonders auf den extrem schlechten Pisten in Bolivien, sehr lange Fahrzeiten. Ich habe für den Flug von Rurrenabaque nach La Paz gerne 50 Dollar bezahlt anstatt nur 3 Dollar für den Bus. Der Flug dauerte 1 Stunde, der Bus braucht etwa 24 Stunden auf höllenhaft schlechten Pisten mit wenigen Pinkelpausen.
    Wer seine Inlandsfüge schon vor der Reise buchen will, sollte das im Fall Bolivien und Perú gar nicht erst versuchen. Die meisten inländischen Fluggesellschaften haben keine elektronische Reservierung. Oft funktioniert noch alles mit Papier und Bleistift. Es gibt viele Reisebüros, die billig Flüge anbieten. Außerdem sind viele Fluggesellschaften, wie die militärische TAM in Bolivien, praktisch auf Rucksacktouristen angewiesen und auch in der Hauptsaison kann in oft noch 1-3 Tage vorher ein Ticket gekauft werden. In Perú sieht das allerdings wieder anders aus. In der Hauptsaison sollte man besonders auf der beliebten Strecke Cusco-Lima mindestens eine Woche vorher das Ticket kaufen.
    In Chile gibt es praktisch nur die LanChile und die ist nicht gerade billig, kann dafür aber auch in Deutschland im Internet und in Reisebüros gebucht werden.
    In Venezuela kann ich Avior empfehlen. Die haben eine sehr komfortable Internet-Buchung, dafür aber teils extrem kleine Flugzeuge, in denen man eventuell kein Fahrrad transportieren kann (abenteuerlich!). Außerdem gibt es dort noch eine Menge anderer kleiner Fluggesellschaften. Die Strecke zum Salto Angel wird sogar noch von altertümlichen DC-3's bedient, wie sie in Deutschland das letzte Mal während der Berliner Luftbrücke aktiv waren...

    Busse:
    Bolivien: Das Fahrrad kommt überall mit, egal wie viel Gepäck man hat. Manchmal will der Busfahrer einen Extrapreis für das Fahrrad haben, darauf muss man sich allerdings nur äußerst selten einlassen. Gemessen an den horrenden Gepäckmengen, die die Einheimischen mitnehmen, nimmt sich ein bepacktes Fahrrad geradezu klein aus...
    Transportiert wird es entweder im Gepäckraum (Festschließen nicht vergessen!) oder auf dem Dach.
    Perú: Hier läuft alles schon etwas geregelter ab und manchmal kommt man um einen Extrapreis für das Rad nicht herum. Dafür gibt es vor Diebstahl geschützte Busterminals und Gepäckkarten. Bei der starken Konkurrenz auf einigen Strecken lohnt ein Preis- und Service(!)-Vergleich im Busterminal.
    Venezuela: Teilweise klimatisierte Busse! Allerdings habe ich hier nur einmal mein Fahrrad transportieren wollen, wobei es mir auch noch verweigert wurde. Die überall fahrenden Pickups sind eine Alternative, erfordern aber ein starkes Verhandeln mit dem Fahrer.

    Fotografieren

    Salar de Uyuni: Salzseen - besonders der gleißend helle Salar de Uyuni - sind eine Klasse für sich. Klar möchte man dieses einmalig grelle Licht auf seinen Fotos festhalten. Ein ganz banaler aber extrem wichtiger Tipp: Auf dem Salar solle man den Film um ein bis zwei Stufen länger belichten lassen, als der Belichtungsmesser der Kamera angibt. Nur dann werden die Dias auch wirklich so gleißend hell, wie sie sein sollten. Jetzt fehlt nur noch ein Diaprojektor mit der entsprechenden Lichtstärke...

    Menschen: Besonders in Bolivien und Perú lassen sich die Indígena-Frauen nur ungern fotografieren. Aber wie bei allem gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel! Und wenn man freundlich fragt, erntet man nur selten ein Nein. Marktszenen lassen sich am besten mit einem Teleobjektiv festhalten.
    Und bei den hübschen Frauen auf venezuelanischen Stränden sollte sowieso jeder das Risiko selbst abschätzen...

    Verbote: Fotografieren auf Flughäfen und Militäranlagen ist möglich, man sollte sich dabei nur nicht erwischen lassen...

    Filmmaterial: Meine Lieblingsfilme - die Kodak Elitechrome (Dia) waren in La Paz (Bolivien) sehr gut zu bekommen. Sogar zu einem nur geringfügig höheren Preis als in Deutschland! Allerdings musste ich für die benötigte Menge von 15 (nicht abgelaufenen!) Filmen schon einige Fotoläden abklappern. In Perú bekommt man fast nur die gängigen Negativfilme zum Knipsen. Diafilme habe ich meines Wissens dort nicht gesehen. In Venezuela sieht es noch schlimmer aus. Diafilme scheinen dort gar nicht bekannt zu sein.

    Sprachen

    Spanisch, Spanisch, Spanisch!!! Wer glaubt, sich auf seine Englischkenntnisse verlassen zu können, wird es höchstens in Venezuela noch zu etwas bringen können. Außerdem gibt es in fast jedem Land mindestens einen eigenen Dialekt und viele Wörter und Redewendungen werden dem "Ibero-Spanisch" sprechenden zuerst unbekannt vorkommen. Doch keine Angst; so schlimm ist es nicht! Hier eine kleine Hilfe zu den wichtigsten Unterschieden (Ibero-Spanisch = Latino-Spanisch):
    aquí (hier) = acá
    allí (dort) = allá
    tienda (kleines Geschäft) = local
    ¿verdad? (stimmt's?) = ¿no ve?
    perdón/lo siento (Entschuldigung) = disculpame
    vale (im Sinne von ok soweit oder gut) = listo
    coche (Auto) = autocarro
    adiós = Chao
    das Wichtigste!: servicio (Toilette) = baño
    ...und noch ein paar mehr.

    Es ist nicht immer Vorteilhaft, wenn man das "C", wie in "Barcelona", lispelt. Dann wird man eventuell als Spanier "erkannt" und diese sind im Gegensatz zu den restlichen Europäern nicht immer beliebt. So wird zum Beispiel das "Z" bei "La Paz" wie eine sanfte Mischung zwischen "S" und "ß" ausgesprochen.
    Und wer den schwierigsten Buchstaben des spanischen Alphabets (wie ich) nie lernen wird; für den habe ich eine positive Nachricht: Das rrrrollenede "R" ist nicht so wichtig wie in Spanien - zumindest nicht in Chile, Bolivien und Perú. Dort wird es verhältnismäßig weich ausgesprochen.

    (Nord-)Chile: Die Menschen sind gebildet, was aber noch lange nicht heißt, dass sie auch Englisch können. Der Dialekt ist gewöhnungsbedürftig, da die Chilenen - wie sie selbst sagen - das "S" "aufessen". So wird aus einem ganz einfachen "más o menos" schnell ein "ma o meno". Gewöhnungsbedürftig... Angeblich ist der Dialekt dem der Kanarischen Inseln sehr ähnlich und wird selbst von Spaniern des Öfteren verwechselt.
    Bolivien: Die Bolivianer haben eine extrem klare Aussprache des Spanischen, was das Land geradezu für einen Sprachurlaub prädestiniert! Allerdings mag das auch daran liegen, dass Spanisch für viele nur als Zweitsprache, während sie in erster Linie ihre inkaischen Muttersprachen Aymará und Quechua sprechen. Man kann die Landbevölkerung damit erfreuen, sie in ein paar Worten dieser beiden Sprachen anzusprechen, sollte dies allerdings in den Slums der Städte nicht unbedingt machen. Die in den Slums lebenden ehemaligen Bauern sprechen demonstrativ Spanisch, da sie Städter sein wollen und nicht durch das "ländliche" Aymará oder Quechua als "primitive" Bauern abgestempelt werden wollen.
    Der Präsident warb dafür, dass auch die Nachfahren der spanischsprachigen Kolonialisten Aymará und Quechua lernen sollten, da dies zur Kultur des Landes gehöre. Das war einmal: Er wurde dieses Jahr (2003) gewaltsam abgesetzt.
    Perú: Hier herrscht fast die gleiche Situation, wie in Bolivien. Die Menschen sprechen ein wenig mehr Dialekt, alles ist aber noch ziemlich gut zu verstehen.
    Venezuela: Trotz aller tropischen Hitze sträuben sich hier erst einmal die Nackenhaare! Meine zwei Wochen in Venezuela haben kaum ausgereicht, um mich an den extrem schnell prasselnden Dialekt der Venezuelaner zu gewöhnen. Das karibische "Feeling" aus dem nahen Jamaica scheint sich auch hier bemerkbar zu machen. Die extrem bunt gemischte Bevölkerung hat Venezuela seine ganz eigene Aussprache verpasst, die wiederum von Region zu Region unterschiedlich ist. Während man die Leute in Mérida noch recht gut versteht, hat sich an der Küste der Slang von Nachfahren der afrikanischen Sklaven durchgesetzt. Interessant...

    Das liebe Geld...

    In Spanien hießen sie Pesetas, in Chile heißen sie Pesos, in Bolivien Bolivianos oder auch Pesos, in Perú Sol oder Nuevo Sol und in Venezuela Bolivares. Und überall dazwischen immer wieder "Dólares". Und da soll noch einer durchblicken?!?

    Chile: Die erste Reaktion eines eingereisten Deutschen. Ganz schön billig hier!
    Die erste Reaktion eines aus Bolivien eingereisten Deutschen: Ist das teuer hier!
    Was man nun als teuer und was man als billig wahrnimmt; ist irgendwie auch Gefühlssache. Doch Tatsache ist, dass in Chile trotz der langen Versorgungswege immer noch vieles billiger als in Deutschland ist. Übernachtungen bekommt man ab 10 Euro, manchmal auch erheblich darunter, manchmal aber auch mit 100 Dollar pro Nacht erheblich darüber. Das hängt ganz von den eigenen Ansprüchen an Komfort ab.
    Bolivien: Eiserne Regel: Finger weg von "West"-Produkten und man lebt billig wie nie! Bolivien ist eines der ärmsten Länder der Welt und dementsprechend billig sind Lebensunterhaltung und Übernachtungen. Solange man sich einheimisch ernährt, ist man außerhalb der Touristenzentren mit einem Euro für ein komplettes Menü dabei! In den Touristenzentren werden schon einmal Wucherpreise von 4 Euro für ein Menü verlangt! In den Garküchen auf den Märkten geht es noch billiger zu, allerdings kommt taucht hier ständig das ewige Problem mit dem Wechselgeld auf. Bankautomaten geben das Geld gerne nur in 50er und 100er Scheinen aus. Möchte man mit einem 50er (6 Euro) bezahlen, reißt das Mütterchen am Straßenrand die Augen weit auf und muss sich erst einmal eine viertel Stunde lang auf die Suche nach Wechselgeld begeben. Und dabei wollte man doch nur ein paar Erdnüsse kaufen! Der Preis für Bananen und die typischen pappigen Brötchen ist so niedrig, dass man pro kleinster Geldeinheit von einem Boliviano (ca. 12,5 ct) schon mehrere kaufen muss.
    Bei Touristenorganisationen dagegen wird meistens mit "Dólares" bezahlt, ob nun cash oder hochmodern per Kreditkarte. Doch eines sollte man sich immer vor Augen halten: Die Geldscheine! Nicht jeder Geldschein wird akzeptiert, da auch nicht jeder ein Original ist. Grundsätzlich müssen Geldscheine glatte Ränder haben und dürfen nicht eingerissen sein. Doch offensichtlich gibt es nichts, was sich nicht auch mit Tesa kleben ließe. Zum Glück wurde mir nur einmal vorgeworfen mit einer Fälschung bezahlen zu wollen. Ich habe den "beschuldigten" Geldschein dann durch die Hände mehrerer Leute gehen lassen, von denen mir jede Person etwas anderes geantwortet hat. Am besten ist es natürlich, wenn sich das Plagiat nicht vom Original unterscheiden lässt...
    Perú: Auch hier ändert sich nur wenig im Vergleich zu Bolivien. Mal abgesehen davon, dass vieles etwas teurer ist. Hemmungslos zugeschlagen wird in Touristenhochburgen wie Cusco. Man darf zum Beispiel nicht den Regionalzug (3 Euro) nach Machupicchu nehmen und wird gezwungen auf den Touristenzug umzusteigen (50 Euro!). Ganz zu schweigen von den horrenden Gebühren für die Begehung des Inkatrails (ca. 200 Euro).
    Venezuela: Hier wird es kompliziert! Zu kompliziert! Der Devisenhandel war 2003 dermaßen durcheinander, dass ich im Reisebericht noch genauer darauf eingehen werde. Im nächsten Jahr sieht es vielleicht schon wieder ganz anders aus. Zu den Kosten ist zu sagen: Womit ich in Bolivien wochenlang leben konnte, das ist hier innerhalb weniger Tage ausgegeben. Das Preisniveau ist fast so hoch, wie in Deutschland. Schade!
    Doch einen Trost gibt es wenigstens für die Autofahrer. Wenn die Tankanzeige in Venezuela auf 30 Litern steht, hätte man in Deutschland für den gleichen Preis (1,10 Euro) gerade erst 1 (!) Liter im Tank!

    Telefonieren nach Hause...

    Telefongesellschaften werden privatisiert, Internet-Cafés sprießen überall aus dem Boden... Alles geht so schnell, dass die Reiseführer bei der sich schnell verändernden Lage kaum hinterher kommen. Hier ein kleiner Überblick über die Lage 2003:

    Chile: Internet-Cafés gibt es genügend, besonders in den Städten und in touristischen Orten. Ich kann mich nicht mehr genau an die Preise erinnern, aber sie waren nie ausgefallen hoch.
    Hin -und wieder trifft man auch auf ein Telefoncenter der Entel. Das Telefonnetz ist in der Regel so gut, dass man in bester Qualität - als wäre es gleich von nebenan - nach Hause telefonieren kann.
    Auch der Handy-Empfang ist an den Hauptverkehrsadern fast lückenlos.
    Bolivien: Hier taugt das Handy nur noch als Wecker. Es sei denn, man möchte von La Paz zu horrenden Preisen nach Hause telefonieren. Seltsam ist, dass auch in den kleineren Städten Einheimische mit dem Handy herumlaufen. Mir konnte niemand erklären, warum ich mit demselben Netz nur in La Paz Empfang hatte.
    Es gibt dünn besiedelte Landesteile, in denen man nur sehr selten auf ein Telefon trifft. Man kann mehrere hundert Kilometer fahren, ohne eine Kontaktmöglichkeit nach Hause zu haben - obwohl es Dörfer gibt. Entlegene Dörfer haben manchmal eine kleine Telefonzentrale (das einzige Telefon im Dorf mit einer 3 Meter messenden Satellitenschüssel daran). Von dort aus kann man in schlechter Qualität und Zeitverzögerungen in der Sprachübertragung nach Hause telefonieren. Wenn man denn mal bis Deutschland durchkommt! Selbst der Aufbau innerbolivianischer Gespräche gestaltet sich nicht immer einfach und die Leute haben sich daran gewöhnt. Sogar von La Paz kommt man nur selten ohne Probleme durch.
    Der beste Kontaktweg nach Hause ist in Bolivien das Internet. Man findet Interneträume in allen Städten und touristischen Ortschaften. Abhängig davon, wo man gerade ist, kann der Preis stark variieren. Von 0,50 Euro (in La Paz) bis 3 Euro die Stunde (in Coroico mit Satellitenanschluss) ist alles möglich.
    Perú: Internet-Cafés sind teilweise noch billiger als in Bolivien. Inzwischen soll sogar schon damit begonnen worden sein, in kleinen Dörfern "Internet-Zellen" aufzubauen.
    Wie in Bolivien gibt es auch hier recht viele Telefonzentren von verschiedenen Anbietern mit verschiedenen Preisen. Wenn man ein größeres Angebot hat, lohnt sich ein Vergleich.
    Venezuela: Von den auch hier recht zahlreichen Telefonzentren kann problemlos nach Hause telefoniert werden. Das Ganze läuft dann meistens über eine Rechnung ab, die man nach dem Gespräch vorgelegt bekommt.
    Internet-Cafés sind schon eine ganze Ecke teurer als in Bolivien und Perú, in den touristischen Orten kann der Preis auch schon mal ins Unverschämte gehen. Verhältnismäßig billig surfen kann man in Universitäts-Städten wie Mérida und Caracas.
    Der Handy-Anschluss nach Hause funktioniert meines Wissens nur mit einem Vertrag von T-D1, da sonst niemand ein Abkommen mit der venezuelanischen Telefongesellschaft hat.

    Orientierung und Kartenmaterial

    Als ich vor der Reise in einem großen Hamburger Kartenladen nach Material für Südamerika gefragt habe, konnte der Verkäufer nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: "Das ist ja fast so schlimm wie Afrika!"
    Nun gut: Als allgemeine Regel könnte man gelten lassen: Bis auf wenige Ausnahmen darf man sich in Südamerika (ganz besonders in Bolivien) nicht auf Karten verlassen. Da gibt es Straßen, wo nie welche waren, Fähren, wo Brücken sind - selbst Teile der Panamericana fehlen auf manchen Karten!

    Chile: Für Chile gibt es nichts Besseres als den Turistel Autoatlas, den es in drei verschiedenen Teilen zu kaufen gibt: Den Guia del Norte, den Guia del Centro und den Guia del Sur. Neben unglaublich vielen detaillierten Informationen über die verschiedenen Landesteile gibt es auf den letzten Seiten des Atlas - praktisch als Nebenprodukt - die wohl besten flächendeckenden Karten für Chile. Man bekommt den Atlas in Buchläden und evtl. auch an einigen Tankstellen.
    Bolivien: Es gibt das Gerücht, dass "westliches" Kartenmaterial über Bolivien besser sein soll, als das Kartenmaterial aus Bolivien selbst. Pustekuchen! Die einzig einigermaßen vernünftigen Karten, die man in Europa erhalten kann, sind die TPC und ONC-Flugkarten. Diese geben ziemlich genaue Höhenangaben in Fuß an. An den eingezeichneten (und meistens nicht existenten) Straßen sollte man sich dagegen nicht orientieren.
    Gutes, aber leider veraltetes Kartenmaterial, bekommt man beim Instituto Geográfico Militar - also beim Militär (siehe Beispiel oben). Leider findet man dieses Institut nur in den größeren Städten.
    Das beste Kartenmaterial für Radfahrer (leider nicht flächendeckend) sind die handgezeichneten (!) Karten von Iris und Tore aus Holland. Man findet sie kostenlos auf ihrer Homepage: www.irisentoreopreis.nl
    Perú: Auch hier kann man Militärkarten kaufen. Allerdings sind die Karten von ITM, im Gegensatz zu der grottenschlechten ITM-Karte für Bolivien, hier recht gut zu gebrauchen.
    Venezuela: Auch hier habe ich nur eine ITM-Karte benutzt, die dazu einen verhältnismäßig guten Stadtplan von Caracas enthält. Allerdings kann ich hier leider keine Angaben über die Richtigkeit dieser Karte in dünn besiedelten Regionen machen.

    Weitere Informationen...
    Impfungen:

    www.fit-for-travel.de/
    www.gesundes-reisen.de/
    Wetter: www.wetteronline.de
    Reiseberichte:









    Südamerika Radtoursammlung
    www.betzgi.ch
    www.travelfan.net/
    www.dani-on-tour.ch/
    www.schultheiss-web.de/
    www.globetrotter.de/de/aktuell/windisch.php?
    www.geocities.com/marionhetzelt/
    www.lemlem.de/
    www.thomasdaniel.de/
    www.bikeamerica.de/
    Reiseführer:


    Reise Know-How Peru Bolivien
    Reise Know-How Chile
    Reise Know-How Lateinamerika BikeBuch
    Aktuelle Wechselkurse: www.oanda.com
    Flugplanung:


    www.opodo.de
    www.flug.de
    www.klickfly.de
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